Aktuell
15. Januar 2024

Grosses Inglin-Kino

Das Zürcher Xenix zeigt im Januar «Das gefrorene Herz» von Xavier Koller, nach einer Erzählung von Meinrad Inglin. Als Vorfilm gibt es den Animationsfilm «Die graue March» zu sehen.

In den verschneiten Innerschweizer Bergen einer vergangenen Zeit spielt sich nach dem Tod eines Vagabunden ein dörfliches Drama ab. Die Verfilmung einer Erzählung von Meinrad Inglin ist eine tragisch-heitere Abrechnung mit kollektiver Heuchelei. Filmkopie in Dialekt ohne Untertitel.

01. Oktober 2023

Four Stories

Inglin englisch – was wie ein Zungenbrecher klingt, ist vor Kurzem in Form eines schönen kleinen Büchleins erschienen: Vier Inglinerzählungen, erstmals ins Englische übertragen von Chris Walton.

12. September 2023

Best Swiss Award für den Animationsfilm «Die graue March»

Charlotte Waltert und Alvaro Schoeck gewinnen mit ihrer Umsetzung des Inglinstoffs die Auszeichnung Best Swiss Award des internationalen Festivals für Animationsfilm Fantoche. Herzliche Gratulation!

Greylands – so der englische Titel – ist international unterwegs und bis Ende Jahr an verschiedenen Animationsfilm-Festivals auf der ganzen Welt zu sehen.

Zum Film:

Ein Herbsttag und die erste Winternacht im Hochgebirge, es ist Jagdzeit. Tiere und Menschen ziehen ihre Bahnen zwischen dem hohen Himmel und der wilden Landschaft. Nebelschwaden verwischen die Grenzen zwischen Traum, Einbildung und Realität.

Inspiriert von Inglins Werken Die graue March und Die Furggel haben Charlotte Waltert und Alvaro Schoeck einen feinfühligen und eindrucksvollen Animationsfilm geschaffen.

05. September 2022

Inglin – der unbekannte Bekannte

Wiederaufnahme der szenisch-musikalischen Lesung aus Anlass des 50. Todestages von Meinrad Inglin.

Samstag, 29.10.2022. 20:15 Uhr, Kellertheater Bremgarten, Schellenhausplatz

Meinrad Inglin zählt zu den bedeutendsten und eigenwilligsten Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts. Doch obwohl seine Werke den Titeln nach bekannt und in verschiedenen Buchausgaben greifbar sind, gilt es, ihn heute wieder neu zu entdecken. Die für die szenische Lesung ausgewählten Erzählungen – von berührenden Liebesgeschichten bis zu skurril-komischen Miniaturen – zeigen das breite Spektrum des stilistisch reizvollen, vielfach überraschend aktuellen Schwyzer Autors, der sein langes Leben (1893-1971) fast ausschliesslich dem Schreiben gewidmet hat.

Ein Programm in zwei Teilen mit berührenden Liebesgeschichten und skurril-komischen Erzählungen.

Regie: Buschi Luginbühl

Mitwirkende: Walter Sigi Arnold, Sprecher. Barbara Heynen, Sprecherin. Andri Schenardi, Sprecher. Peter Zimmermann, Sprecher. Patricia Draeger, Live-Musik

Vorverkauf: Café Bremgarten, Marktgasse 20, 5620 Bremgarten, Tel. 056 633 44 22
oder online

02. September 2022

Schwyzer Literaturfest – Meinrad Inglin Tage 2022

Eröffnung 22. September 2022. Vielfältiges Programm vom 22. bis 25. September 2022

Als Inglins erster Roman erschien, verurteilte man den frischgebackenen Schriftsteller als Nestbeschmutzer. Heute, genau 100 Jahre später, wird dem Autor in Schwyz ein Literaturfest mit einem vielfältigen Programm, einem Feuerwerk an Veranstaltungen gewidmet. Erste Veranstaltungen haben bereits im Mai und August stattgefunden, der Schwerpunkt des Fests liegt Ende September.

Mehr zum genauen Programm des Schwyzer Literaturfests gibt es auf der Website.

20. August 2022

Meinrad Inglins Orte

Vortrag mit Daniel Annen, Viktor Weibel und Georg Suter

Samstag, 27. August, 11:00 Uhr
Hotel Wysses Rössli, Schwyz

Eintritt frei (Kollekte)

100 Jahre nach «Die Welt in Ingoldau» geht Daniel Annen auf die Orte von Inglins Werk ein. Oft erinnern sie an bekannte Örtlichkeiten oder Räume in Schwyz, im grossen Roman «Schweizerspiegel» vor allem an Häuser, Strassen und Plätze in Zürich. Kein Wunder: Als Augenmensch gestaltete Inglin, was er sehend erfahren hatte. In seinen Texten nehmen diese Orte aber Bedeutungsnuancen an, die das Gesehene sinnbildlich aufladen. Und so können denn reale Räume literarische Interpretationsräume eröffnen. Der Vortrag will diese «Eröffnung» andeuten und von da her einige Deutungsansätze liefern, ausgehend vom Dorf Schwyz, von der Kirche, vom Kollegi, dann auch von unwegsamem, alpinen Gelände und von Todeszonen.

Nach dem Vortrag greifen die Inglin-Kenner Daniel Annen, Viktor Weibel und Georg Suter das Thema in einer offenen Diskussion auf. Das interessierte Publikum ist eingeladen, am Gespräch teilzunehmen.

Nach der Veranstaltung serviert die Rössli-Küche das Meinrad Inglin-Menü.

17. April 2022

Die Welt in Ingoldau neu aufgelegt

Vernissage am 27. Mai 2022

Vor 100 Jahren veröffentlichte Meinrad Inglin seinen ersten Roman Die Welt in Ingoldau. Der gesellschaftskritische Erstling wurde in seiner Heimat als Schlüsselroman gelesen und löste einen Skandal aus: er wurde von der Kanzel herab verurteilt und sogar verbrannt. Inglin musste sich für eine Zeit nach Zürich flüchten. Zum Jubiläum wird der damals so skandalträchtige Roman beim Zürcher Limmat Verlag neu aufgelegt.

Vernissage im Rahmen des Schwyzer Literaturfests, Meinrad Inglin Tage 2022, am 27. Mai, 20h, Kantonsbibliothek Schwyz. Eröffnung Reto Wehrli, Initiant der Meinrad Inglin-Tage 2022, zu Gast Ulrich Niederer, Präsident der Meinrad Inglin-Stiftung. Aus der Neuauflage liest der Schwyzer Schauspieler Philippe Schuler.

15. März 2022

Universum in Schwarzweiss

Der verborgene Schatz im Nachlass Meinrad Inglin

Der Schwyzer Schriftsteller Meinrad Inglin hat sein Leben in über 4000 Fotografien dokumentiert, die in Alben gesammelt und als Teil seines Nachlasses in der Kantonsbibliothek aufbewahrt werden. Die Meinrad Inglin-Stiftung hat es ermöglicht, diesen Bilderschatz durch Digitalisierung und Erfassung in einer Datenbank zu erschliessen. Alvaro Schoeck, der für die Erfassung und Beschreibung der Bilder zuständig war, erzählt, wie die Datenbank entstanden ist, welche Nutzungsmöglichkeiten sich eröffnen und pickt ein paar Rosinen aus dem umfangreichen Bestand.

Freitag, 25. März 2022, 19:30h, Kantonsbibliothek Schwyz

04. März 2022

Inglin zu Gast im Entlebuch

Podiumsgespräch «Nature Writing in der Schweiz – zwischen Tradition und Apokalypse» am «Literaturfrühling im Entlebuch» mit Ulrich Niederer

Das Verhältnis des Menschen zur Natur – und zu seiner persönlichen Biosphäre – ist seit jeher ein zentrales Thema der Literatur. Aktuelle Umweltveränderungen wie Biodiversitätsverlust oder Klimawandel haben zu einer neuen literarischen Bewegung – dem sogenannten (New) Nature Writing oder Ecocriticism – geführt. Essays, Romane oder Gedichte eröffnen vielfältige Perspektiven auf die untrennbaren Verflechtungen alles Lebendigen untereinander sowie mit der unbelebten Natur.

«Literaturfrühling im Entlebuch» will diese literarischen Bewegungen, die in der Schweiz noch wenig bekannt sind, thematisieren und präsentieren.

Samstag, 5. März 2022, 11-18 Uhr, Entlebucherhaus, Schüpfheim

Podiumsgespräch um 14.45 Uhr

 

03. Februar 2022

Inglin für junge Leute

Neuauflage der Inglinerzählungen Der Lebhag und Der Schwarze Tanner beim Schweizerischen Jugendschriftwerk (SJW). So beliebt wie aktuell.

Dass Biodiversität mehr ist als ein Schlagwort, davon erzählt Der Lebhag. Vögel, Igel, Insekten finden darin Unterschlupf. Grossvater Bonifaz tut alles, um ihn als kleines Paradies für seine beiden Enkel, für die Pflanzen und die Tiere zu erhalten. Doch der Lebhag wird mit einem Drahtzaun ersetzt. Als eines der Schönsten Bücher wurde die Inglinerzählung mit Illustrationen von Nadine Spengler 2014 ausgezeichnet.

Im Schwarzen Tanner schildert Inglin, wie sich ein Schweizer Bergbauer im Zweiten Weltkrieg gegen die Massnahmen des Staates auflehnt und mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Die Geschichte ist kraftvoll illustriert mit Holzschnitten von Bruno Gentinetta.