Aktuell
17. April 2022

Die Welt in Ingoldau neu aufgelegt

Vernissage am 27. Mai 2022

Vor 100 Jahren veröffentlichte Meinrad Inglin seinen ersten Roman Die Welt in Ingoldau. Der gesellschaftskritische Erstling wurde in seiner Heimat als Schlüsselroman gelesen und löste einen Skandal aus: er wurde von der Kanzel herab verurteilt und sogar verbrannt. Inglin musste sich für eine Zeit nach Zürich flüchten. Zum Jubiläum wird der damals so skandalträchtige Roman beim Zürcher Limmat Verlag neu aufgelegt.

Vernissage im Rahmen des Schwyzer Literaturfests, Meinrad Inglin Tage 2022, am 27. Mai, 20h, Kantonsbibliothek Schwyz. Eröffnung Reto Wehrli, Initiant der Meinrad Inglin-Tage 2022, zu Gast Ulrich Niederer, Präsident der Meinrad Inglin-Stiftung. Aus der Neuauflage liest der Schwyzer Schauspieler Philippe Schuler.

17. April 2022

Schwyzer Literaturfest – Meinrad Inglin Tage 2022

Als Inglins erster Roman erschien, verurteilte man den frischgebackenen Schriftsteller als Nestbeschmutzer. Heute, genau 100 Jahre später, wird dem Autor in Schwyz ein Literaturfest mit einem vielfältigen Programm, einem Feuerwerk an Veranstaltungen gewidmet. Erste Veranstaltungen finden bereits im Mai statt, der Schwerpunkt des Fests liegt Ende September.

Mehr zum genauen Programm des Schwyzer Literaturfests gibt es auf der Website.

15. März 2022

Universum in Schwarzweiss

Der verborgene Schatz im Nachlass Meinrad Inglin

Der Schwyzer Schriftsteller Meinrad Inglin hat sein Leben in über 4000 Fotografien dokumentiert, die in Alben gesammelt und als Teil seines Nachlasses in der Kantonsbibliothek aufbewahrt werden. Die Meinrad Inglin-Stiftung hat es ermöglicht, diesen Bilderschatz durch Digitalisierung und Erfassung in einer Datenbank zu erschliessen. Alvaro Schoeck, der für die Erfassung und Beschreibung der Bilder zuständig war, erzählt, wie die Datenbank entstanden ist, welche Nutzungsmöglichkeiten sich eröffnen und pickt ein paar Rosinen aus dem umfangreichen Bestand.

Freitag, 25. März 2022, 19:30h, Kantonsbibliothek Schwyz

04. März 2022

Inglin zu Gast im Entlebuch

Podiumsgespräch «Nature Writing in der Schweiz – zwischen Tradition und Apokalypse» am «Literaturfrühling im Entlebuch» mit Ulrich Niederer

Das Verhältnis des Menschen zur Natur – und zu seiner persönlichen Biosphäre – ist seit jeher ein zentrales Thema der Literatur. Aktuelle Umweltveränderungen wie Biodiversitätsverlust oder Klimawandel haben zu einer neuen literarischen Bewegung – dem sogenannten (New) Nature Writing oder Ecocriticism – geführt. Essays, Romane oder Gedichte eröffnen vielfältige Perspektiven auf die untrennbaren Verflechtungen alles Lebendigen untereinander sowie mit der unbelebten Natur.

«Literaturfrühling im Entlebuch» will diese literarischen Bewegungen, die in der Schweiz noch wenig bekannt sind, thematisieren und präsentieren.

Samstag, 5. März 2022, 11-18 Uhr, Entlebucherhaus, Schüpfheim

Podiumsgespräch um 14.45 Uhr

 

03. Februar 2022

Inglin für junge Leute

Neuauflage der Inglinerzählungen Der Lebhag und Der Schwarze Tanner beim Schweizerischen Jugendschriftwerk (SJW). So beliebt wie aktuell.

Dass Biodiversität mehr ist als ein Schlagwort, davon erzählt Der Lebhag. Vögel, Igel, Insekten finden darin Unterschlupf. Grossvater Bonifaz tut alles, um ihn als kleines Paradies für seine beiden Enkel, für die Pflanzen und die Tiere zu erhalten. Doch der Lebhag wird mit einem Drahtzaun ersetzt. Als eines der Schönsten Bücher wurde die Inglinerzählung mit Illustrationen von Nadine Spengler 2014 ausgezeichnet.

Im Schwarzen Tanner schildert Inglin, wie sich ein Schweizer Bergbauer im Zweiten Weltkrieg gegen die Massnahmen des Staates auflehnt und mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Die Geschichte ist kraftvoll illustriert mit Holzschnitten von Bruno Gentinetta.

18. Dezember 2021

Literaturzeitschrift orte – Nr. 214 ist Meinrad Inglin gewidmet

In dieser Nummer erwartet Sie die Welt des Schwyzer Schriftstellers Meinrad Inglin (1893–1971). Ob Inglin über die Schweiz im Ersten Weltkrieg schreibt oder übers Jagen, über Bauern in einem Bergtal oder die Welt im gehobenen Hotel Excelsior – er kennt sich aus mit Menschen, Tieren und der Natur überhaupt. All seine Erfahrungen bringt Meinrad Inglin in lebensvollen Romanen und Erzählungen anschaulich zum Ausdruck. Das orte-Heft erscheint aus Anlass des fünfzigsten Todestages des Dichters am 4. Dezember und möchte zur Lektüre dieses bedeutenden, heute aber etwas in Vergessenheit geratenen Schweizer Autors einladen.

 

04. Dezember 2021

Zum 50. Todestag von Meinrad Inglin

4. Dezember 2021: Heute vor fünfzig Jahren starb Meinrad Inglin (1893-1971) in Schwyz. Er gehört zu den bedeutendsten Schweizer Schriftstellern. «Er ist einfach ein grosser Erzähler und einer der ungewöhnlichsten Beobachter und Schilderer von Landschaft in der Literatur des 20. Jahrhunderts», hielt Peter Laemmle im Norddeutschen Rundfunk fest. Von 1922 an erschienen seine Romane und Erzählungen, vom heimkehrenden Schelm Wendel von Euw über die stilistisch faszinierenden Grand Hotel Excelsior und Die graue March bis zum weitgespannten opus magnum Schweizerspiegel.

Nach dem zweiten Weltkrieg verfasst er den als Autobiographie missverstandenen Roman Werner Amberg und publiziert Erzählsammlungen, die eine überraschende Vielfalt der Themen und Stile zeigen – von tragischen Geschichten über Märchen bis zu ironischen, ja satirischen Skizzen. Als späte Werke folgen Urwang, in dem er Anteilnahme an Natur und Umwelt gegen unbedingte Fortschrittsgläubigkeit setzt, und Erlenbüel. In diesem letzten Roman thematisiert er nochmals Heimkehr, wie schon in seinen ersten Texten.
Zur Zeit ist eine szenisch-musikalische Lesung zum 50. Todestag von Meinrad Inglin auf Tournee: Ein Programm in zwei Teilen mit berührenden Liebes-Erzählungen und skurril-komischen Geschichten. Download des Veranstaltungflyers: Inglin_Flyer_E-Version_v2-210915
Nächste Aufführungsdaten: 5.12. in Stans, 11.12. in Luzern, 23.1.2022 in Sarnen.

Die Filme von Xavier Koller nach Erzählungen Inglins, «Der Schwarze Tanner» und «Das gefrorene Herz» machen deutlich, dass das Werk von Meinrad Inglin noch heute lebendig geblieben ist und zu Entdeckungen einlädt. Beide Filme sind kommende Woche in Luzern im stattkino zu sehen.

Inglins Werke erscheinen im Limmat Verlag und im Amman Verlag; sie sind alle im Buchhandel erhältlich. Die vor kurzem erschienene Auswahl aus den Erzählungen, Schneesturm im Hochsommer, zeigt die Vielfalt von Inglins Erzählwelt.

04. Dezember 2021

Inglin 2021: Der unbekannte Bekannte

Szenisch-musikalische Lesung zum 50. Todestag von Meinrad Inglin. Ein Programm in zwei Teilen mit berührenden Liebes-Erzählungen und skurril-komischen Geschichten. Download des Veranstaltungflyers: Inglin_Flyer_E-Version_v2-210915

Nächste Aufführungsdaten

So, 5.12.2021, 16 Uhr
Chäslager Kulturhaus Stans in Kooperation mit dem lit.z,
Literaturhaus Zentralschweiz.

Sa, 11.12.2021, 19.30 Uhr
Pavillon der Spielleute, Luzern. Hirschmatt Buchhandlung in Zusammenarbeit mit

der LiteraturGesellschaft Luzern.

So, 23.1.2022, 19 Uhr
Theater Altes Gymnasium Sarnen. IG Buch Obwalden. 19:00 Uhr.

info@buecherdillier.ch

01. Dezember 2021

Eintauchen in die Fotosammlung

Eine Fundgrube an privaten Schnappschüssen und historischen Momentaufnahmen: Ab sofort ist die gesamte Fotosammlung  aus dem Nachlass Meinrad Inglins – 31 Fotoalben (chronologisch geordnet) und ca. 1500 lose Fotos – digital zugänglich auf memobase.ch/inglin. Alle verfügbaren Angaben wurden in die Fotodatenbank aufgenommen. Viel Vergnügen beim Eintauchen in diese vergangenen, aber doch so lebendigen Bildwelten!

30. November 2021

Hinhören: «Der schwarze Tanner»

Am 3. Dezember 2021 strahlt Radio SRF 1 um 20.03 Uhr das Hörspiel «Der schwarze Tanner» aus.

Meisterwerk des grossen Chronisten Inglin. Die Geschichte des unbeugsamen Schwyzer Bergbauern Kaspar Tanner. Er soll im 2. Weltkrieg wie viele Schweizer Bergbauern sein Weideland in Ackerland umwandeln. Tanner jedoch lehnt sich dagegen auf und wird schliesslich zum tragischen Straftäter.

Tino Arnold hat Inglins Erzählung (zu finden im Novellenband «Die Lawine») für das Radio bearbeitet und mit Schwyzer Laiendarstellerinnen und -darstellern inszeniert.